Traumberuf Illustrator: Illustration studieren in Hamburg

Zeitung Illustration Vernessa Himmler Illustrator HamburgTraumberuf Illustrator, doch was sind die Tätigkeitsbereiche in der Illustration und wie wird man überhaupt ein professioneller Illustrator? Illustratorinnen und Illustratoren kreieren künstlerische Bilder und Grafiken für zahlreiche Medien und Kommunikationsmittel immer mit dem Ziel der Vervielfältigung. Also anders wie in der freien Kunst, wo in den meisten Fällen das Einzelstück bzw. das Original das Ergebnis ist. Der Illustrator fertigt einzelne Illustrationen bis hin zu ganzen Illustrationsserien  für den großen Markt der Printmedien an wie zum Beispiel für Zeitungen, Zeitschriften, Broschüren, Bücher, Buchcover, Plakate, Flyer, CDs, DVDs, wissenschaftliche Publikationen und Werbung. Oder auch für digitale Medien wie Website, 3D Animation, Animationsfilm, Trickfilm, Computerspiele & Character Design. So vielfältig die Anwendungsbreiche der Illustration heutzutage auch sind so waren sie zu anfangs auf ein Medium beschränkt: das Buch. Und genauso alt wie die Geschichte des Buches ist auch die der Illustration.

Geschichte der Illustration

Illustration“ oder „Illustrationen“ kommt aus dem lateinischen von illustrare („erleuchten“ oder „erklären“) und bedeutet so viel wie „das einem Text erläuternd beigegebene Bild„. Illustrationen dienen der Veranschaulichung und dem Verständlich machen eines Kontext und sind seit Jahrhunderten ein treuer Begleiter der Buchkunst. Schon vor der Zeit der Buchdruckkunst bzw. der technischen Vervielfältigung wurden Illustrationen als gestalterisches Mittel z.B. für die Initialen genutzt, die sogenannte Illumination (Buchmalerei). Mit der Reformationszeit nahm die Bedeutung der Illustrationen immer mehr zu, denn mit den damaligen verteilten Flugblättern sollte auch den Analphabeten der Sachverhalt anhand von Illustrationen deutlich gemacht werden. Vom Holzschnitt bis Kupferstich und andere zahlreiche Techniken bis zum heutigen modernen Farbdruck wandelte sich auch somit die Geschichte der Illustration und deren Möglichkeiten in Umsetzung und Anwendung. Die erklärende Illustration entwickelte sich im Laufe der Zeit auch immer mehr zu der heutigen gängigen Informationsgrafik/Infografik, die illustrative Gestaltung von Statistiken und Diagrammen.

Bereiche der Illustration

Mit der Entwicklung der Technologie sind auch die Möglichkeiten der Illustration gewachsen. Es gibt zahlreiche Bereiche der Anwendung für illustrative Darstellungen und Abbildungen und ebenso sind die Stilmittel der Illustratoren grenzenlos, ob analog oder digital. Jeder Illustrator spezialisiert sich auf ein oder mehrere Bereiche der Illustration und auf seinen eigenen individuellen Stil und findet so seinen Platz auf dem riesengroßen Markt der Print- und Digitalen Medien. Im Grunde kann man den Illustrationsmarkt in vier große Gebiete einteilen:

Die Informative Illustration wird überwiegend in wissenschaftliche Lehrbücher angewendet, wo sich der Sachverhalt nur eindeutig in Bildern vermittel lässt. Zum Beispiel medizinische Lehrwerke über Anatomie des Menschen, Operationsanleitungen, Illustrationen von Pflanzen und Tieren in Sachbüchern oder auch technische Abbildungen von Maschinen. Der Stil der Illustratoren aus diesem Bereich ist und muss überwiegend realistisch bis fotorealistisch sein um nichts zu verfälschen.

Die Buchillustration ist ein gigantisches Gebiet, welche sich nochmal in verschiedene Bereiche einteilen lassen könnte, da die Buchillustration auch der älteste Bereich ist. Sie ist  kunstgeschichtlich gesehen auch wichtig, da viele namenhafte Künstler in diesem Bereich bedeutende Werke geschaffen haben. Sei das Daniel Chodowiecki für u.a. Lessing und Goethe im 18. Jahrhundert, Aubrey Beardsley zu Zeit der „Arts and Crafts“ Bewegung oder Alfons Mucha in der etwas späteren „Art Nouveau/Jugenstil“ Zeit um wenige zu nennen. Auch die benachbarten Illustrationsbereichen wie Karikatur und Cartoon beeinflussten den Bereich der Buchillustration stark. Den größten Teil der Buchillustration machen seit der Moderne bis heute noch die Bilder- und Kinderbücher aus, mit Maurice Sendak und Janosch um die bekanntesten zu nennen. Die Stile der Illustratoren ist hier weitgefächert und bedarf kaum Einschränkungen wie bei der Informativen Illustration. Von klassischen gestalterischen Medien wie Acryl, Öl, Kohle, Tusche, Feder, Mixed Media bis hin zu digitalen Bildern und Grafiken ist alles dabei, ob abstrakte oder realistische Illustrationen.

Die Advertising Illustration ist mit die modernste von schnelllebigste von allen Teilbereichen. Illustratoren die sich auf diesen Bereich spezialisiert haben arbeiten viel mit namenhaften Werbeagenturen zusammen. Gestaltungsmedium für die Illustrationen sind im Schnitt Werbung und Verpackung von Produkten. Wichtig hierbei ist eine schnell erfassbare Visualisierung um den Kunden anzusprechen und zu erreichen. Auch die grafische Gestaltung von Gebrauchsanleitungen, Plakate/Anzeigemotive, Animationen, Layouts für Werbefilme oder Kampagnenmotive sind die täglichen Aufgaben eines Illustrators. Nicht selten wird hier überwiegend digital am Computer oder Cintiq illustriert um Korrekturen flexibler nachzukommen und den Arbeitsprozess zu beschleunigen. Und häufig überscherschneiden sich in diesem Bereich die Aufgaben eines Illustrators mit denen eines Designers, sodass er auch mehrere gestalterische Fähigkeiten außer illustrieren an den Tag legen muss, wie ein Gefühl für die Typografie und Layouten.

Die Editorial Illustration ist ebenso ein moderner Teilbereich der Illustration und bezieht sich auf Zeitungen und Zeitschriften und ist somit auch schnelllebiger als die Buchillustration, besonders die sehr kurzen Deadlines wie in der Advertising Illustration geben das Arbeitstempo vor. Hier ist die Bandbreite an Thematiken und Stilmöglichkeiten grenzenlos.

Studiengang Illustration

Okay, wir wissen jetzt was Illustrationsdesign ist und womit man damit später erfolgreich arbeiten kann. Nur wie wird man jetzt ein professioneller Illustrator? Sofern man zeichnerischIllustration HAW Hamburg Illustrator Design und gestalterisch talentiert ist hat man schon zumindest eine gute Basis. Möchte man sich nun dem Berufswunsch Illustrator widmen, ist es nicht verkehrt sich sozusagen als Illustrator an einer Hochschule ausbilden zu lassen. Klar, könnte man sich einfach so ins kalte Wasser stürzen und es mit dem eigenen Talent und genügend Selbstbewusstsein versuchen sich auf dem Markt zu behaupten. Aber ein Illustration Studium bietet zu viele Vorteile um es gar nicht erst in Anspruch zu nehmen. Es muss auch nicht immer direkt der Studiengang Illustration sein, auch Studiengänge wie Kommunikationsdesign und Visuelles Design bieten in der Regel die Möglichkeit sich im Studium auf die Illustration zu spezialisieren.

Die Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) ist die einzige staatliche Hochschule in ganz Deutschland die Illustration als eigenständigen Studiengang sowohl Bachelor als auch Master anbietet. Mit erfahrenen Professoren, die ebenfalls aus den Bereichen der Illustration/Design kommen, werden die Studenten auf das zukünftige Berufsleben vorbereitet und betreut. So kann man sich gezielt auf einen der drei angebotenen Studienschwerpunkte spezialisieren: Buchillustration, Informative Illustration und Medien Illustration. Da die HAW Hamburg staatlich ist, besteht die Möglichkeit der BAföG-Förderung. Der Anlauf bei der Studienbewerbung ist groß, anhand einer Mappenbewerbung und -prüfung werden die AnwärterInnen ausgewählt und zur einer zweitägigen Eignungsprüfung eingeladen.

Neben der HAW Hamburg gibt es noch zahlreiche Möglichkeiten Illustrationsdesign an privaten Hochschulen oder ähnliche Studiengänge deutschlandweit zu studieren. Die Bildkunst Akademie Hamburg und Akademie für Gestaltung (htk) sind in Hamburg gute private Alternativen zur HAW Hamburg um Illustration zu studieren. Die Hochschule für Gestaltung (btk) und die Akademie für Illustration und Design (AID) sind in Berlin eine gute Anlaufstelle für Illustrationsdesign, sowie die Fachhoschule Münster.

Berufsverband der Illustratoren

Nach dem Studium, wenn es endlich losgeht und man sich selbstbewusst Illustrator nennt, kommt man nicht drum herum sich um das rechtliche und bürokratische zu kümmern. Eine große Hilfe und Absicherung ist dafür unser Berufsverband, die Illustratoren Organisation e.V. (IO). Mit dem Ziel der „Förderung gesellschaftlichen Respekts gegenüber kreativer Tätigkeit und der Schutz der Interessen von Urhebern.“ Hier findet man auch sämtliche Informationen insbesondere für Berufsstarter zu Themen wie der eigene Preis, Vergütung und Nutzungsrecht. Zugleich ist man durch den Mitgliedsbeitrag bei der Illustratoren Organisation e.V. Rechtschutzversichert.

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